Zur Zeit der Schweinegrippe

Letzte Woche sass ich wie jeden Tag im Zug zur Arbeit.

Bei einem Zwischenhalt stiegen viele Leute in den Zug ein. Die beiden freien Sitze im Abteil, das ich mit einem Kollegen teilte, war der Angriffsbereich der hinzustossenden Pendlern.

Eine jüngere Dame schaffte es sich den Platz neben mir zu ergattern. Keuchend setzte sie sich zu meiner Rechten. Kaum hatte sie es sich gemütlich gemacht greift sie zur Zeitschrift 20-Minuten. 5 Sekunden später zum Taschentuch. Hustend, schnäuzend und kränklich meidete sie den Körperkontakt auf der immer umstrittenen Armlehne nicht.

Zur Ablenkung und immer wieder hustend löste die Gute das Sudoku. Nützte nichts…!

Die Grippe mit lauter “Ich-bin-Ü30-und-höre-trotzdem-gute-jungesellen-Musik”-Musik zu übertönen, hat auch nicht funktioniert.

Zum Ende der Reise dachte ich die Genesung kommt. Es raschelte neben mir, ich dachte an Ricola. Hervor kamen Filter für die selbstzudrehenden Zigaretten.

Ich wünsche Gute Besserung!

3 Kommentare

  1. Schön – dann weisst jetzt wenigstens das sie bestimmt keine Schweinegrippe hatte ;-)

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  2. naja. nix Grippe, war doch nur deine Präsenz(oder dein betörendes After shave?) die sie nervös und hüstellig werden liessen.

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  3. @rouge: so siehts aus, obwohl ich ja bereits infiziert aussah :D

    @schwäbisser: hm.. denke nicht, die war von einem anderen stern…

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