Syndrome


7
Sep 10

Das “Auf der Autobahn ständig links fahren”-Syndrom

Auf den Schweizer Autobahnen trifft man immer wieder auf Autofahrer, die an unheilbaren Syndromen leiden. So auch die Personen mit dem “Auf der Autobahn ständig links fahren”-Syndrom.

Dieses Syndrom ist einfach zu erkennen. Man nehme eine lange Reise durch die Schweiz, eine Auto, und ein wenig Verkehr.

Es reicht die Fähigkeit des Beobachtens. Einige Autofahrer besitzen das Bedürfnis nur auf der linken Fahrbahn zu fahren. Dies vorwiegend bei zweispurigen Autobahnen, wie sie bei den Eidgenossen weit verbreitet sind.

Es muss sich durchaus kein anderes Auto zum Überholen auf der rechten Seite befinden, es wird links gefahren! Bricht das Syndrom bei einem Autofahrer aus, steckt es viele andere gleich mit an. Dadurch entsteht eine riesige Reihe, schnellfahrwollenden Fahrern, die nicht vom Fleck kommen.

Ich mit einem eher Deutschen Fahrstil, erwische mich dann ab und zu beim Rechtsüberholen, da diese Spur frei und schneller befahrbar ist.


7
Apr 10

Das “Ich-frage-nicht-ob-frei-und-setz-mich-einfach-hin”-Syndrom

“Tschuldigung, ist hier noch frei?”

Ganz einfach oder? Nicht für jedermann, jedenfalls nicht für mein Gegenüber.

Ich erspähe im Zug ein 4er-Abteil, wo bereits eine Frau platz genommen hat. Freundlicherweise frage ich sie, ob der Platz diagonal gegenüber noch frei sei und bekomme ein freundliches “Ja, sicher” zurück.

Ich setzte mich hin, strecke meine (doch schon kurzen) Beine unter den Sitz vis-à-vis. “Stört ja niemanden”, denke ich.

Der Zug fährt gleich los. Ein paar Leute steigen noch rechtzeitig ein. Auch er, mein Gegenüber.

Er läuft durch den Gang in meine Richtung. Ich vermute schon, dass er sich zu uns ins Abteil setzen will. Gelassen bleiben meine Beine, welche den Feierabend bereits geniessen dort, wo ich sie vorher hingestreckt habe.

Er bleibt bei unserem Abteil stehen. Ich warte auf die klitzekleine Frage, die man von jedem normalen Mensch in dieser Situation erwartet kann. Nichts. Dieser unfreundliche Flegel lässt seinen Arbeitsfrust gleich an mir aus, rammt sich in meine Beine, setzt sich wie es eben gerade geht hin und gibt keinen Pieps von sich! Was für eine Frechheit von einem 45-jährigen Sack ich mir da gefallen lasse!

Sagen tue ich in diesem Moment nichts und lasse es auch geschehen. Naja, nicht ganz. Ein neues Syndrom, ein Foto von ihm und meine Zugfahrt wird durchs schreiben verkürzt!

rsch


26
Mrz 10

Das “Ich-lauf-die-letzten-Meter-der-Rolltreppe-hoch”-Syndrom

Dieses Syndrom werdet ihr bestimmt auch kennen und seid vielleicht teilweise gar selbst davon betroffen.

Es geht um ein Rolltreppenphänomen, welches ich ständig in Bern beobachte. Die Leute sind morgens nämlich zu faul um die Treppe zu benutzen und lassen sich daher ganz bequem mit der Rolltreppe hochfahren. Doch am oberen Ende der Rolltreppe, scheinen sie die “normale” Treppe jeweils schon wieder zu vermissen und steigen die letzten (immer noch fahrenden) Treppen selbst hoch! Aber warum zur Hölle? Das Ding fährt euch ohne Probleme bis ganz nach oben, da müsst ihr euch in den letzten Metern nicht noch anstrengen!


18
Mrz 10

Das “Ich-stehe-im-Zug-früh-genug-auf”-Syndrom

Wer oft mit dem Zug unterwegs ist, kennt dieses Syndrom sehr gut. Man beobachtet es nämlich in Zügen, genauer gesagt bei Aktionen von anderen Personen in den Zügen.

Der Wagen kann noch so überfüllt sein, dass schreckt Leute mit diesem Syndrom nicht ab. Das Entscheidende passiert meistens sobald die Lautsprecherdurchsage für den nächsten Halt startet.

Das Syndrom lässt niemanden ruhig sitzen. Diese Personen tragen nämlich das Gefühl mit sich herum, niemals mehr aus diesem Zug zu gelangen, wenn sie nicht früh genug aufstehen und im sonst schon überbevölkerten Gang stehen bleiben. Da spielt es auch absolut keine Rolle, ob der Zug gerade erst die Mitte der beiden Bahnhöfe erreicht hat oder es noch ganze zehn Minuten geht bis man bei der nächsten Station einfährt.

Gebt bitte acht vor diesem Syndrom, sind schon genug davon befallen…