Heschmr e Stutz – Reloaded

Berndeutscher Beitrag!

Gmüetlech mis Sandwich verzehrend loufi düre Bahnhof Bärn. Nüt ahnend stigi ufd Routräppä womi ä Äbeni witer ufe sött beförderä. Underwägs nomau ids Sandwich bisse, erkenni es vorsichtigs Tippe uf mire rächtä Schultere. I dräiä mi um u da steit zwöi Routräppätritte witer unde e junge Herr mit paar Zettlä ider Hand. Är schwaflet öppis vo Spital und Gäut.

Di Zettlä chöme mir irgendwie bekannt vor, hani schomau gseh zThun oder so. I luege der Maa a, sägä “Nei, Sorry” und dräiä mi wider um, dasimi mim Sandwich cha widme. Obe a der Routräppä acho und scho fasch furtloufend köri der Typ hinder mir so vorsech häräbrummle: “Rassist!”

I mit no früschem und guetem Ghör verstah di Ussag lut und dütlech und wändemi dem Herr nomau zue. Da sägeni immne Sicherheitsabstand vo 2 Meter nur so: “Das het absolut garnüd mit rassistisch si ztüe!” Da luegtermi miteme bööse Blick aa u fragt lutstarch: “Was man..!? Problem!?”

E chli gfasst vom Ablick vo däm Gsicht gani glich nomau ufne zue, damiter merkt dasi ihn nid wott verbal agriffe! Är strecktmer der Zettu härä wo öppis druffsteit vo wägä:

Habe Familie,

habe keine Arbeit,

habe kein Geld,

[...]

Derzue seiter no so: “L’operation pour bébé!”

I wändä mi ab und loufe witer. Mini Gedanke si klar:

  • Das wo du da machsch isch Arbeit! Bechunsch ja Gäut derfür!
  • Chönntschti ono chli meh drum tue Arbeit zsuche anstatt hie Lüt azmache!
  • I hätt jetz e Grund dire Ussag vo wägä “rassistisch” grächt zwärdä
  • Und: Das chunt i Blog!

5 Kommentare

  1. Jaja, von wegen kein Deutsch und so… ;)

    Naja, wenn er es so will, bitte schön. Kannst nur auf den Tag warten an dem er eine gebacken kriegt.

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  2. Tja die werden immer dreister. Hab in der Neuengasse auch schon einen verscheucht der ein Grossi bedrängte. Aber die “Hey Mann, Problem?” Fraktion ist ja dann meistens nicht die, die Franz. sprechen.

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  3. @sergey: Dachte ich mir dann auch. Bin kein Schläger, auch weil ich dem Typen unterlegen war. Was hätte ich dann davon gehabt?

    @rouge: So ist es. Der in Thun damals hat mich umarmt, ne “gratis” Rose in die Hand gedrückt und mir dann von seinem ach so kranken Kind im Spital erzählt.

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  4. @hosae: und bei der Umarmung ist dann leider dein Portemonnaie spurlos verschwunden…

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  5. also, dies mit ‘hesch mer en stutz’ ist uralt. letzten sonntag in burgdorf waren es schon ‘hesch mer drüü stutz!’
    n.b., hatte ich auch nicht…

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