Der Hitze-Sommer ist längst da und schenkt uns Tag bis 30° Grad. Heute war die Schönwetterphase ein wenig zurückhaltender und verhältnismässig kühles Wetter gegenüber gestern.
Nichtsahnend trat ich in den Feierabendzug in Bern ein und suchte mir ein hübsches Plätzchen aus. Pünktlich fuhr der Zug auch los. Gekleidet mit Shirt und kurzen Jeanshosen genoss ich meine Rückreise, in der Hand ein Buch.
Auf halber Strecke bemerkte ich plötzlich, dass die vor einigen Wochen nichtfunktionierenden Klimaanlagen sogar kühle Luft ins Zugsinnere bringen können. Da es aber nicht wirklich warm war, fand ich die Temperatursenkung unnötig. Egal, ich las weiter.
Ein Stück weiter hörte ich die Klimaanlage zwar nicht erneut starten, – wer’s kennt, weiss das die Klimaanlage zwischendurch wieder ausschaltet und wieder einschaltet – jedoch vermochte ich einen eigenartigen Geruch in der Luft zu schmecken. Es roch wie in einer Wurst-Trocknerei und ich dachte mir, dass die vor mir sitzende Person sicher ihr Lunchböxchen geöffnet habe und einen Landjäger vernaschte.
Der Geruch verschwand. Kurze Zeit später ging die Klimaanlage wieder an und der Geruch nach Fleisch stieg mir erneut in die Nase. “Aus kostentechnischen Gründen wird die kalte Luft der Klimaanlagen neuerdings in Tiefkühlanlagen von Wurst-Metzgereien gewonnen”, dachte ich mir und stieg glücklicherweise aus.
Oder ein Rind sass ausserhalb beim Einlass der Klimaanlage und versprühte seinen Duft.
Wenn dies die neuste Art Werbung für ein Nahrungsmittel zu machen scheint, dann werde ich wohl (oder übel) wieder aufs Auto umsteigen.
Alles Quatsch, aus kostentechnischen Gründen wir nun Kühlgut von Metzgereien in den Klimaanlagen der Passagierwagen mitgeführt.
Man sagt ja, dass hin und wieder jemand vom Zug überfahren wird. Könnte das eventuell der Grund gewesen sein?
@nait: Hm… Nach Rind hat es irgendwie nicht gerochen.
@Ralf: Wer weiss, Aufschrift einer neuen Landjäger-Sorte habe ich sonst nirgends gesehen
@rouge: Könnt ich mir wirklich vorstellen. Weisst du was konkretes?
@tcomic: Den Geruch möcht ich mir garnicht in die Nase steigen lassen.