Die Nacht ist ungewohnt schwül. Eine Strassenlampe flackert und irgendwo in der Ferne bellen Gürteltiere. Das ist nicht unüblich, Gürteltiere bellen gerne in der Ferne. Auch Strassenlampen flackern von Zeit zu Zeit.
Der Zuhälter steigt aus dem Wagen. Diese Panne kommt ihm ungelegen, hat er doch Geschäfte zu erledigen. Während er das Reserverad aus dem Kofferraum hievt, bleibt Oxana sitzen. Sie sieht gut aus und isst Milchschokolade mit Nüssen, den ganzen, nicht den gehackten. Ob sie Nüsse mag, ist schwer zu sagen.
Zehn Minuten später fahren die beiden davon. Das Rad eiert ein wenig aber nicht so, dass man sich Sorgen machen müsste. Noch später wecken scheppernde Geräusche die Hauswartin im ersten Stock. Zwei Gürteltiere spielen mit Blechdosen aus dem Abfall.
In dieser Nacht hätte viel passieren können. Ein Mord zum Beispiel, der Beginn eines Romans. Doch es blieb ruhig. Die Autopanne des Zuhälters und ein halbes Dutzend streunende Gürteltiere reichten nur für diese Kurzgeschichte.
Gürteltiere ?
Gürteltiere !
Tolle Kurzgeschichte. Spannend bis zum Schluss und würzig im Abgang. Leichtes Gurkenaroma. Toll!
aus den Nüssen hätte man noch den einen oder anderen Nebenstrang aus der Geschichte hinausleiern können. Aber sonst ganz passabel, hudapp!
hach, welch schöne Gutenachtgeschichte.
@pumuggel: Danke. Leicht nussig auch.
@Dj Brutalo: Die Nüsse sind dann vielleicht mal was für ein Sequel.
@@dworni: Guetnacht.